Arbeiten · 2015–2017

Resaphene Suisse · tinniwell

Für Resaphene Suisse haben wir aus dem Prototyp eines Tinnitus-Geräts ein Produkt gemacht, das man ohne Vorwissen bedient. Marke, Gehäuse, Bildschirm, Verpackung und Handbuch kommen aus einer Hand und sprechen eine Sprache.

Leistungen
  • Wort-/Bildmarke und Styleguide
  • Gehäuse und Produkt-Renderings
  • Touch-Interface
  • Verpackungssystem
  • Gerätehandbuch, 40 Seiten
  • Wickelfalz-Flyer, Roll-up, Anzeige
  • Website-Icons
Jahr
2015–2017
Online
resaphene.ch
Das tinniwell-Gerät auf einem Holztisch vor einem Sofa, auf dem Touchscreen der Musik-Player mit den Modi Ausblendung, Gegentakt und Überlagerung
Aufgabe

Mit tinniwell finden Betroffene die Frequenz ihres Tinnitus selbst und hören danach Musik, in der genau dieser Ton ausgeblendet, gegenphasig zugemischt oder überlagert wird. Ein Kopfhörer mit Antischall und Ohrhörer mit Wärme gehören dazu.

Das alles passiert zu Hause, ohne Fachpersonal daneben. Also musste sich jedes Teil selbst erklären, vom ersten Blick auf den Deckel bis zum letzten Hinweis auf dem Bildschirm.

Marke

Das Zeichen zeigt, wie das Gerät arbeitet: Schall trifft auf Gegenschall, und übrig bleibt Ruhe. Eine Marke, die ihr Produkt erklärt, bevor jemand fragt.

SchallGegenschallSumme1 e1 eWärmeStille
  1. 01 / 05Die Idee steckt im Gerät. tinniwell arbeitet mit Antischall: Zu einer Schallwelle kommt eine zweite mit umgekehrter Phase.
  2. 02 / 05Welle plus Gegenwelle ergibt Ruhe. Berg trifft Tal, und beide heben sich auf. Genau dieses Versprechen soll man der Marke ansehen.
  3. 03 / 05Aufs Wesentliche verdichtet. Von jeder Welle bleibt eine Periode, oben ein Berg, unten ein Tal. Zwei Schwünge, die zusammen ein Zeichen ergeben.
  4. 04 / 05Gemessen am kleinen e. Alle Abstände im Logo leiten sich aus einem Buchstaben ab: Zeichen und Schrift stehen eine e-Breite auseinander, die Zeilen ebenso. So bleibt die Marke in jeder Größe im Gleichgewicht.
  5. 05 / 05Kühl und warm in einem Zeichen. Die Farben erzählen die Behandlung: eine kühle Welle für die Ruhe, eine warme für die Wärme. Man spürt den Unterschied, bevor man ihn erklärt bekommt.
Styleguide-Seite Farbe: Blauverlauf, Orangeverlauf und Schwarz mit Werten für CMYK, RGB, Pantone, HKS und RAL
Gehäuse

Der Prototyp TTG 1 hatte Drehknopf, bunte Tasten und Leuchtdioden. Er funktionierte und sah nach Labor aus. Daraus haben wir ein Gerät gemacht, das in eine Hand passt und auf dem Wohnzimmertisch nicht mehr nach Technik aussieht.

Stich 3,6 mm155 mm97 mm4,3 Zoll · 480 × 272 px28 mm
  1. 01 / 05Der Ausgangspunkt: TTG 1. Drehknopf, bunte Tasten, Leuchtdioden, eine Segmentanzeige: ein Prototyp, gedacht von der Technik her. Benutzen sollte das fertige Gerät aber jemand ohne Technikstudium.
  2. 02 / 05Ein Bildschirm statt vieler Knöpfe. Ein Touchscreen übernimmt, was vorher Knöpfe und Tasten erledigten. An der Front bleibt eine einzige Taste.
  3. 03 / 05Eine Wölbung, die man eher fühlt als sieht. Gerade 3,6 mm Wölbung, und schon sieht das Gerät nicht mehr nach Technik aus.
  4. 04 / 05Handlich, nicht klein. Es liegt in einer Hand, und seine Schaltflächen sind trotzdem groß genug für einen ganzen Daumen.
  5. 05 / 05Alle Anschlüsse auf einer Seite. Kopfhörer, Ohrhörer, USB-Stick und Strom wohnen an einer Längsseite. Die Front bleibt frei für das, worum es geht.
Interface

Ein Touchscreen ersetzt Knöpfe und Regler, und der Startbildschirm kommt mit zwei großen Schaltflächen aus. Gestaltet ist alles, bis zur Meldung, dass der Kopfhörer falsch steckt.

Zwei Ohren, zwei Farben. Man versteht es, bevor man es liest. Für die erste Anwendung nimmt eine Schnell-Hilfe alle an die Hand, in acht Schritten bis zum Start.

Titel mit Zähler, Pfeile zum BlätternVerlassenText in Orange480 Pixel272 Pixel
  1. 01 / 08Überall dieselbe Ordnung. Alle acht Bildschirme folgen demselben Rahmen: Titel oben, Pfeile in den Ecken, der Ausgang rechts. Was zu tun ist, leuchtet immer in derselben Farbe. Wer einen Schritt verstanden hat, versteht alle.
  2. 02 / 08Zeigen statt beschreiben. Statt »die dritte Buchse von links« zeigt die Hilfe die Geräteseite als Zeichnung und markiert genau den Anschluss, um den es geht.
  3. 03 / 08Ein Schritt, ein Anschluss. Die Markierung wandert mit: im dritten Schritt zum Kopfhörer mit Antischall.
  4. 04 / 08Wiedererkennen statt suchen. Geht es um eine Funktion, zeigt die Hilfe die Schaltfläche genau so, wie sie im Hauptmenü wartet.
  5. 05 / 08Immer ein Weg zurück. Der runde Home-Knopf führt von überall ins Hauptmenü. Danach darf der Kopfhörer ab.
  6. 06 / 08Zwei Ohren, zwei Buchsen. Für die Ohrhörer mit Wärmefunktion leuchten beide Anschlüsse auf.
  7. 07 / 08Die Markierung passt sich an. Für den USB-Stick wird aus dem Kreis ein Rechteck, so wie der Anschluss selbst.
  8. 08 / 08Und los. Am Ende wartet die Start-Schaltfläche, und aus »Zurück« wird »Fertig«. Mehr Einführung braucht es nicht.
Startbildschirm: große Schaltflächen Einstellungen in Blau und Start in Orange, daneben Hilfe und Uhrzeit
Einstellungen mit Reitern Frequenz, Lautstärke, Phase und Rauschen, zwei Schieberegler, unten Tasten für linkes und rechtes Ohr
Bildschirm zum Stellen der Uhrzeit mit Plus- und Minus-Tasten für Stunde und Minute
Hinweis „Achtung – Kopfhörer falsch gesteckt. Bitte überprüfen Sie die Steckverbindung!“ mit orangem Warndreieck
Verpackung

Bevor jemand das Gerät einschaltet, öffnet er die Schachtel. Darin hat jedes Teil seinen festen Platz, und der Deckel sagt in einem Satz, worum es geht: „Tinnitus-Linderung für zu Hause.“

Weiße Schachtel mit Deckel auf Parkett: oben das Gerät und der Schriftzug tinniwell, seitlich ANC-Kopfhörer und InEar-Ohrhörer mit Wärmefunktion
Handbuch

Das Handbuch geht jeden Bildschirm Schritt für Schritt durch, Bild und Erklärung immer nebeneinander. Hinten zeigt eine Karte die ganze Navigation auf einer Seite, für alle, die gern den Überblick behalten.

Visualisierung: gedrucktes tinniwell-Handbuch, geschlossen und aufgeschlagen
Das Handbuch, gedruckt. Visualisierung.
Kommunikation

Regler, Note, Thermometer: Jedes Icon steckt in einem Kreis, der als Schwingung ausklingt, und alle drei tragen Flyer, Roll-up und Website. Die Anzeige macht aus der Bitte um Aufmerksamkeit eine Einladung: „Leihen Sie uns Ihr Ohr.“

Tinnituston-ErmittlungFrequenzgefilterte MusikWärmefunktion
  1. 01 / 03Aus einer Linie gezogen. Jedes Icon beginnt gleich: Eine Linie läuft ein, schließt sich zum Kreis und klingt als Schwingung aus, wie ein Ton.
  2. 02 / 03Im Kreis, worum es geht. Die Regler stehen für den ersten Teil der Anwendung: die Ermittlung des eigenen Tinnitus-Tons.
  3. 03 / 03Drei Schritte, eine Familie. Note und Thermometer folgen für Musik und Wärme. Kreis, Schwingung und Strich bleiben, nur das Motiv wechselt. Die ganze Anwendung in drei Zeichen.
Visualisierung: Roll-up von tinniwell und Resaphene Suisse AG im Foyer eines Kongresszentrums
Das Roll-up im Foyer. Visualisierung.