traufabrik
traufabrik gestaltet Hochzeitspapeterie mit Letterpress, Heißfolie und Baumwollpapier, und auf fast allem, was das Haus verlässt, stehen die Namen anderer Menschen. Wir haben ihr eine Marke gegeben, die sich zurücknimmt, ohne zu verschwinden. Leise auf der Einladung, deutlich an der Wand, heute auch auf der Website.
- Leistungen
- Wortmarke
- Farbfassungen
- Werbemittel: Beutel, Tassen, Logoplatte
- Gäste- und Reisetagebuch
- Überarbeitung der Wortmarke
- Website
- Jahr
- 2016–2022
- Online
- traufabrik.com

Eine Papeterie arbeitet für den großen Tag anderer. Auf Einladung, Menükarte und Tischschild stehen die Namen der Brautpaare, und genau da gehören sie hin.
Der eigene Name wandert an den Rand: auf eine Rückseite, einen Beutel, eine Tasse. Dort muss er leise genug sein, und an der Wand deutlich genug.
Die Marke ist nichts als Schrift: der Name in Kleinbuchstaben, darunter das Handwerk in gesperrten Versalien, beide auf einer Achse. Kein Ornament, das mit der Papeterie der Kunden konkurrieren könnte.
Die Eleganz steckt in den Verhältnissen. Man traut ihr feines Papier zu, bevor man die erste Karte in der Hand hält.
- 01 / 04Kleine Buchstaben lassen anderen den Vortritt. Der Name steht in Kleinbuchstaben einer feinen Antiqua. Neben einem Brautpaar drängt er sich nicht vor, und die kräftige x-Höhe hält ihn lesbar.
- 02 / 04Die zweite Zeile erklärt, ohne zu konkurrieren. PAPETERIE steht in Versalien, knapp halb so hoch wie der Name. Man liest erst, wer, dann, was.
- 03 / 04Luft hält die kleine Zeile offen. Zwischen den Versalien bleibt ein Drittel ihrer Höhe frei. So wird PAPETERIE auch im Kleinen kein grauer Strich.
- 04 / 04Eine Achse hält beide Zeilen zusammen. Name und Zusatz teilen eine Mitte. Die Marke bleibt ruhig, über einer Karte wie auf der Platte an der Wand.

Schwarz wäre neben Baumwollpapier und Seidenband zu hart. Das Grau der Marke erinnert an Bleistift und ungebleichtes Papier, warm genug für eine Hochzeit.
Die Begleitfarben bleiben gedämpft. Keine drängt sich vor die Papeterie.
- 01 / 04Grau wirkt neben Papier weicher als Schwarz. Neben Baumwollkarton und Seidenband liegt das Grau wie ein Teil des Papiers. Nicht wie ein Stempel darauf.
- 02 / 04Auch einfarbig ganz sie selbst. Dieselben Umrisse gibt es für den Druck mit nur einer Farbe. Die Marke verliert dabei nichts.
- 03 / 04Auf Stoff tauschen die Rollen. Auf Baumwolle übernimmt der Stoff das Grau, und die Schrift wird hell. Leise bleibt sie trotzdem, so leise wie auf Papier.
- 04 / 04Die Begleiter drängen sich nicht vor. Zwei gedämpfte Töne begleiten die Marke, auf der Logoplatte und auf der Tasse. Beide lassen der Papeterie den Vortritt.
Auf der Tasse ist der Name knapp drei Zentimeter breit, auf der Logoplatte fast siebzig. Im Großen wird die Sperrung der zweiten Zeile zum Rhythmus.
Wo der Platz knapp wird, lässt die Marke die zweite Zeile weg. Sie weiß, wann sie schweigen kann.
- 01 / 03Auf der Tasse steht der Name allein. Wo der Platz knapp ist, fällt die zweite Zeile weg. Der Name trägt die Marke, die Handschrift darüber den Gruß, und keiner tritt dem anderen auf die Füße.
- 02 / 03Auf dem Beutel tritt die Marke zurück. Klein und mittig unter „BRIDE to be“. Der Beutel spricht die Braut an und nimmt den Absender trotzdem mit.
- 03 / 03Auf der Platte halten die Verhältnisse. Rund fünfundzwanzigmal so breit wie auf der Tasse, und nichts verrutscht. Für die große Bühne braucht die Marke keine eigene Fassung.
Ein Werbemittel wirkt nur, wenn man es gern trägt. Deshalb spricht der Beutel die Kundin an und nicht das Unternehmen: „BRIDE to be“, die Marke klein darunter.
Jeder Beutel trägt die Papeterie ein Stück durch die Stadt. Und es gab 250 davon.

Ein leeres Gästebuch bleibt gern leer, weil keiner weiß, wie anfangen. Diese Innenseiten fragen: nach dem Moment, der bleibt, nach einem Wunsch für den Weg, nach dem Paar in zwanzig Jahren.
Aus dem Buch wird ein Gespräch, das man nach Jahren noch einmal führt.
- 01 / 04Das Quadrat liegt aufgeschlagen breit. Gäste- und Reisetagebuch teilen ein quadratisches Format. Aufgeschlagen ist Platz für Handschrift, Fotos und Zeichnungen nebeneinander.
- 02 / 04Der Rücken wächst mit dem Inhalt. Jeder Umschlag passt genau zum Umfang. Das Buch schließt sauber, ob mit 60 oder 120 Seiten.
- 03 / 04Fragen nehmen die Scheu vor der leeren Seite. Jede Doppelseite schenkt den Gästen einen Anfang: den Moment, der bleibt, das, was man immer schon sagen wollte, das Paar in zwanzig Jahren.
- 04 / 04Ein Rahmen wartet auf das Foto. Rechts kommen ein Wunsch für den Weg, ein Platz für den Schnappschuss und „Alles Liebe von“ dazu. Das Buch füllt sich von selbst.
Für Papier entstanden, heute auch im Kopf einer Website zu Hause. Wir haben die Marke feiner gezeichnet und ihr Luft gegeben. Wer sie kennt, merkt nur, dass sie gut aussieht.
- 01 / 02Der Aufbau ist geblieben. Der Name klein, darunter das Handwerk, beide auf einer Achse. Wer die Marke von 2016 kennt, erkennt sie sofort.
- 02 / 02Neu ist die Luft. Feinere Striche, mehr Abstand zwischen den Buchstaben, im Namen wie im Handwerk. Die Marke atmet, auf dem Bildschirm wie auf Papier.
Letterpress und Heißfolie will man anfassen. Online bleibt nur das Bild, also bekommt jedes Motiv viel Weiß und eine große Bühne.
Darüber die Marke, ruhig in der Mitte. Auf dem Telefon bleibt die Ruhe, nur Bild und Text rücken untereinander.

Ähnliches vor? info@vertikahl.com